Die Gewissheit des Ungewissen

Der Gedanke an den Tod lässt mich erschauern, diesen wieder wie ein unzufriedenstellendes Buch zur Seite legen und mich einen waghalsigen Köpfer ins eiskalte Becken der Verdrängung machen.
Ich höre oft Andere behaupten, dass ihnen die Ungewissheit keine Angst mache, dass sie nichts vor dem schwarzen Loch, der uns an irgendeinen Tag alle mal in die tiefe Leere einsaugen werden wird, zu befürchten hätten.

Kann ich dem Gesagten mit Vertrauen entgegen treten? Besitzen sie wirklich noch nicht einmal Unsicherheit  gegenüber dem Leerem, der Vergänglichkeit?  Klammern sie sich bloß an dem, was in ihrem Glauben steht? Befürchten sie schlicht und einfach nichts, weil sie sich stets an ihren vorgegeben  Normen, Werten, Richtlinien, Regeln und schlussendlich an den Aufschrieben ihres moralischen Fundamentes der einzigen Wahrheit gehalten haben?

Ich jedenfalls, verspüre das laut aufschreienden Verlangen weg zu rennen und dabei in jämmerlichen Hoffnung,  nicht von der mich jagenden Zeit eingeholt zu werden. Und selbst, wenn mir der Atem wegbleibt, weil mich das Leben aus der Puste gebracht hat, lasse ich mich weiterhin von den mich immer schneller rennenden Beinen tragen, um bloß nicht am Ziel anzukommen. Denn der Schlussstrich des Ganzen , ist das Ende meines Wettlaufes.

Ich weiß, dass ich egal in welche Richtung ich zu flüchten vermag, dennoch einem nähern werde: dem Tod. Diese Gewissheit des Ungewissen lässt mich an meiner Lebensfreude ersticken.

 

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