Hallo, ich hasse dich

Hallo,
Ich hasse dich.
Du hasst mich.
Unser Verhältnis gleicht einer Tragödie;
Es wird gestritten, geschlagen,gelogen und geheult,
und am Ende sind wir verwandt.
Denn du bist mein Tellerrand,
den ich überblicken muss,
um überhaupt etwas zu sehen.
Du bist die Grenzen in meinem Kopf
und der Egoist in mir.
Selbst meine Faulheit sehe ich in dir.
Ich reagiere über,
schubse um mich,
und brülle Sätze, die mich meine Selbst verachten lassen.
Und das alles bloß,
weil wir uns einander hassen.
Verletzt dich diese Tatsache?
Erschrecken dich die Emotionen, die ich in Worte fasse?
Stört es dich, wenn ich dich irgendwann verlasse?
Ich weiß es nicht.
Du bist ich.
Und ich bin du.
Und dennoch können wir alles und nichts mit einander anfangen.
„Rede nicht mehr mit mir.“,
sagst du und im zweiten Atemzug bist du stolz auf mich.
Sicherlich.
Aus meiner Sicht,
hasst du mich.
Aus deiner Sicht,
hasse ich dich.
Doch wenn wir ehrlich sind,
stimmt das nicht.
Denn wir sind wie zwei Blinde,
die die Liebe nicht sehen können.
Sind wie zwei Taubstumme,
die die Wahrheit nicht hören wollen.
Und wie zwei Dumme,
die sich gegenseitig nicht begreifen und sich deswegen angreifen.
Ich wünschte,
ich könnte dir all‘ das sagen,
Doch du würdest es nicht sehen, hören, und begreifen.
Es aufzuschreiben muss mir fürs erste reichen.
Vielleicht ist Hass unser Pseudonym für Liebe,
und unsere Abneigung ein Zeichen der Zuneigung.

MFG
Dein Spiegelbild

Advertisements

2 Gedanken zu “Hallo, ich hasse dich

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s